Ausstellung zu Arbeitsmigrantinnen der ersten Generation im Berliner Rathaus

Die Wanderausstellung „22:14 … und es kamen Frauen“ im Säulensaal des Berliner Rathauses, die letzte Station der Wanderausstellung, rückt die Biografien einwandernder Frauen ins Zentrum. Die Ausstellung stellt die Migrationsgeschichte von 15 Frauen der ersten Gastarbeitergeneration dar, die durch die Nahrungs-, Textil- und Metallindustrie angeworben wurden. Der Ausstellungs-Titel bezieht sich auf das Zitat des Schweizer Schriftstellers Max Frisch „Wir riefen Arbeiter und es kamen Menschen“. Die exakte Uhrzeitangabe im Titel verweist darauf, dass sich alle Frauen genau an den Zeitpunkt ihrer Ankunft in Deutschland erinnern. Die Uhrzeit wurde aus Sicht der Frauen zur Chiffre ihres Aufbruchs ins Ungewisse und ihrer Ankunft in einer zweiten Heimat.

Die Integrationsbeauftragte von Tempelhof-Schöneberg, Gabriele Gün Tank, ist Initiatorin und Kuratorin der Ausstellung. Die Bilder stammen von der Fotografin Ute Langkafel, der Hürriyet-Redakteur Murat Tosun schrieb die begleitenden biografischen Texte.

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