Eine Kooperationsveranstaltung mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten, Bezirksamt Neukölln
zum Frauenmärz :
„Sie waren Nachbarinnen.“ – Frauengeschichte rund um die Mareschstraße 14.
Lesung mit Claudia von Gelieu/ Frauentouren
Die Expertin der Neuköllner Frauengeschichte Claudia v. Gélieu, stellt spannende Frauengeschichten vor, die sie rund um die Mareschstraße 14 entdeckt hat.
Nach wem ist die Straße benannt? Eine Frau Maresch engagierte sich Mitte des 19. Jahrhunderts in der Kinderarbeit der böhmischen Brüdergemeinde.
1910 errichtete „Ideal“ das Haus Nr. 14 und noch weitere Häuser in der Umgebung.
Nebenan fanden „Damensitzungen“ statt. Nach 1945 gab es „Schwedenspeisungen“ und Treffen des „Demokratischen Frauenbundes“.
In der Mareschstraße 14 wurde ein Gedicht gegen die Nazis verfasst, dessen Verteilung für die Neuköllnerin Dorothea Fonden tödlich endete.
Nachbarinnen waren auch Ottilie Baader, die ihren Aufstieg von einer einfachen Heimarbeiterin zur ersten Vorsitzenden der Arbeiterinnenbewegung in ganz Deutschland in Memoiren festgehalten hat, Olga Benario, die von hier aus die Befreiung ihres Verlobten aus dem Gefängnis plante, und Elfriede Anders, die sich im Widerstand gegen die Nazis und im Neuanfang nach der Befreiung engagierte.
Das FrauenNachtCafé in der Mareschstraße 14 setzt die vielfältigen Frauenaktivitäten fort. Auch darüber gibt es mehr zu erfahren bei der Veranstaltung.
Wann: Mittwoch, 16.03.2016 | 18.00 Uhr
Wo: FrauenNachtCafé | Mareschstraße 14 | 12055 Berlin
Das Angebot ist kostenlos und ohne Voranmeldung. Das WC ist leider nicht barrierearm.