Die bevorstehenden Sommerferien sind für die meisten Jugendlichen eine Zeit der Freude und Erholung.
Für einige Schülerinnen* und Schüler* bringt diese Zeit jedoch große Sorgen mit sich: Die Praxis zeigt, dass junge Menschen in den schulfreien Monaten im Ausland gegen ihren Willen verheiratet oder unter Druck gesetzt werden. Zwangs- und Frühverheiratungen sind schwere Menschenrechtsverletzungen, die auch Jungen betreffen können. Obwohl sie in Deutschland streng verboten sind, finden sie weiterhin statt. Genau an dieser Stelle kommt Schulen, der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit sowie der Familienhilfe eine Schlüsselrolle zu. Aufmerksame und sensibilisierte Fachkräfte können erste Anzeichen für eine drohende Zwangsheirat frühzeitig erkennen und den betroffenen Jugendlichen rechtzeitig adäquate Unterstützung anbieten.
Weitere Informationen:
– Anschreiben Zwangsverheiratung und Verschleppung während der Sommerferien
– Flyer_Selbstbestimmt_Leben
– Zwangsheirat und Frühehen – Handlungsempfehlungen und Hintergrundinformationen für Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen von Terre des Femmes
– Notfallbogen von Terre des Femmes: Wie können Sie als Lehrkraft/Schulsozialarbeiter*in helfen?
– Eidesstattliche Erklärung
– Vollmacht für anwaltliche Tätigkeit